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Me and Bobby – Unsere Geschichte Teil 1

Wie vor einiger Zeit angekündigt, habe ich mich dazu entschlossen, die Geschichte von mir und meinem Hund Bobby aufzuschreiben. Leider sind seit dem Auftaktpost schon zwei Wochen vergangen, was ich sehr bedauere, aber leider aus Zeitgründen nicht anders möglich war. Aber heute geht es endlich los mit dem ersten Teil unserer Geschichte


Ein zweiter Hund

Alles begann mit dem Wunsch nach einem zweiten Hund…

Während unsere Hündin Rica bereits einige Zeit bei uns lebte, kam das Thema Zweithund immer mal wieder zur Sprache. Doch jedes Mal verwarfen wir es wieder, denn wir waren uns sehr wohl der großen Verantwortung bewusst,  die ein zweiter Hund mit sich bringen würde. Mein größte Sorge war allerdings, dass wir Rica mit einem weiteren Hund keinen Gefallen tun würden. Nicht auszudenken, wenn die Hunde sich nicht vertragen und wir womöglich den neuen Hund wieder abgeben müssten. Meine Bedenken in dieser Hinsicht waren nicht unberechtigt, weil Rica mit anderen Hunden eher wenig am Hut hatte und lieber ihr eigenes Ding machte, was übrigens noch heute so ist.

Zweithund

Im September 2014 trat ein Ereignis ein, das im nachhinein betrachtet,  vermutlich auch einen kleinen Teil zu der Entscheidung pro Zweithund  beigetragen hat. Aber alles der Reihe nach.

Rica erkrankte von einem Tag auf den anderen sehr schwer. Über ihre Erkrankung habe ich hier bereits berichtet. Ihr Leben war in Gefahr und sie musste stationär in der Tierklinik behandelt werden. Zwei Tage waren wir ohne Hund. "Nur" zwei Tage - aber ohne unseren Hund erschien uns alles düster und grau, obwohl bestes Wetter war. Wir gingen unseren gewohnten Spazierweg - ohne Hund. Wenn ich andere Menschen sah, die ihren Vierbeiner Gassi führten, zog sich in mir alles zusammen.  - "Wäre doch wenigstens noch ein Hund hier. Das würde die Situation etwas erträglicher machen", schoss es mir immer wieder durch den Kopf. 

Rica erholte sich langsam von ihrer Krankheit und ein Vierteljahr später waren wir wieder beim Zweithund. Diesmal waren wir fest entschlossen: Der Hund, der bei uns sein künftiges Zuhause findet, sollte ein Hund aus dem Tierschutz sein. 

Die Suche begann

Von nun an durchsuchten wir die Internetseiten verschiedener Tierheime und Tierschutzvereine. Doch einen Hund ausschließlich über das Internet auszuwählen war überhaupt nicht unser Ding. Es musste die Möglichkeit bestehen, den Hund erst einmal kennenzulernen, schließlich durften wir bei aller Euphorie, die sich natürlich bei uns breit machte, unsere Rica nicht vergessen. Auch sie hatte ein "Mitspracherecht". 

Unsere Suche führte uns schließlich auf die Internetseite des Hamburger Tierschutzvereins. Dort war ein Hund, der zu unseren Vorstellungen passte und dazu noch wirklich süß aussah. Ja, ihn konnte ich mir auch als Kumpel für Rica vorstellen.

Gleich am nächsten Tag machte mein Mann sich auf den Weg ins Tierheim nach Hamburg. Ich konnte an diesem Tag leider nicht, das weiß ich noch wie heute. Aufgeregt saß ich in meinem Büro und konnte mich nur schwer auf die Arbeit konzentrieren. Schließlich kam die enttäuschende Nachricht: Paul, so hieß der Hund, war bereits reserviert.  - Ok, das hat wohl nicht sein sollen…

Am Nachmittag zuhause erzählte mein Mann mir von einem Hund, der sofort neugierig und schwanzwedelnd an den Zaun des Außenzwingers gelaufen kam. Auf Nachfrage beim Tierheimpersonal erfuhr mein Mann, dass der Hund Sparky hieß, ca sechs Jahre alt war und aus Rumänien stammte. Wir suchten auf der Internetseite des Tierschutzvereins nach ihm und fanden ihn schließlich auch. Sparky wirkte so unscheinbar auf dem Foto, dass wir ihn einfach nicht wahrgenommen hatten.

Das ist Bobby heute

Ein Hund aus Rumänien?

Ich sah mir intensiv seine Beschreibung an: Stammt aus Rumänien… Hat noch nicht viel gelernt… verträgt keine Aufregung… ist recht scheu... -  Zugegeben, das alles klang nicht nach dem, was man sich unter einem "Traumhund" vorstellte. Zudem war ich wegen seiner Herkunft ein wenig verunsichert. Prinzipiell ist es mir egal, wo ein Hund herkommt, denn ich bin der Meinung, dass jeder Hund eine Chance verdient hat. Ich wusste, wie es um die Hunde in Rumänien stand. Trotzdem waren da gewisses Zweifel. Was würde hier auf uns zukommen? Würde ein ehemaliger Straßenhund sich in unserem Haus einleben? Wie würde er auf all die neuen Eindrücke reagieren und würde er sich auch mit unserem Kater vertragen?

Jeder Hund hat eine Chance verdient. Egal welche Rasse, welche Herkunft und welches Alter.

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Doch wir waren bereit für neue Aufgaben. Wir wollten Sparky kennen lernen. Wenn wir den Hund "live" erlebt hatten konnten wir immer noch entscheiden. So machten wir am darauffolgenden Samstag gemeinsam mit Rica einen kleinen Ausflug nach Hamburg und statteten dem Tierheim einen erneuten Besuch ab. Kaum hatten wir das Tierheimgelände betreten, kam - wie schon wenige Tage zuvor - ein rotbrauner kleiner Hund schwanzwedelnd an den Zaun des Außenzwingers gelaufen. Es war Sparky.

Wie ging es weiter?

Wie lief unser Besuch im Tierheim ab? Wie war mein erster Eindruck von Sparky und wie hatten wir uns entschieden? Das alles wirst du im zweiten Teil dieser Geschichte erfahren.

Hast du selbst einen Hund aus dem Tierheim? Wie lief dein erster Besuch ab? Verrate es mir doch gern in einem Kommentar.

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