21

Kokosöl: Ein Allrounder im Langzeittest

Langsam löst der Frühling den Winter ab, und wir verlagern unsere Aktivitäten wieder vermehrt nach draußen. Doch die steigenden Temperaturen rufen auch die kleinen schwarzen Plagegeister auf den Plan. Sie erwachen aus ihrem Winterschlaf, begeben sich auf Nahrungssuche und besiedeln dabei unsere Vierbeiner. Zecken sind nicht nur eklig, sie gelten außerdem als Überträger gefährlicher Krankheiten.

Die Industrie weiß das auch und hält eine breite Palette an Anti-Zecken-Produkten bereit. Doch Spot-On-Präparate, spezielle Halsbänder, Sprays, Puder usw. haben einen entscheidenden Nachteil: Sie pumpen den Körper unserer Hunde mit Chemie voll. Nebenwirkungen und allergische Reaktionen sind keine Seltenheit.

Doch wir Hundehalter können aufatmen, denn es gibt eine Alternative zu den Chemiebomben. Ihr Name ist Kokosöl. Ein Naturprodukt mit großer Wirkung. Ich verwende Kokosöl bei meinen beiden Hunden seit Ende 2015 und berichte heute über meine Erfahrungen.

KokosölWas ist Kokosöl?

Kokosöl ist ein Pflanzenfett, das aus dem Nährgewebe der Kokosnuss gewonnen wird. Es hat einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren.
Als ich mein erstes Töpfchen Kokosöl öffnete, war ich etwas verunsichert. Als Öl deklariert, erwartete ich einen flüssigen Inhalt. Statt dessen sah ich eine weiße Masse vor mir. Warum das so ist, erfuhr ich als ich anfing, mich näher mit Kokosöl zu beschäftigen. Der Schmelzpunkt des Fettes liegt bei 23 bis 26 °C. Unsere Raumtemperatur ist für gewöhnlich niedriger und somit ist die Konsistenz zunächst fest. Nimmt man jedoch etwas Fett und reibt es in den Händen, wird es sehr schnell flüssig.

Das Besondere an Kokosöl

Die Anwendungsgebiete des Pflanzenfettes sind sehr vielseitig. Es wird u.a. bei der Zubereitung von Speisen, als Pflegemittel für Haut und Haare, als natürliches Heilmittel und – jetzt kommen wir der Sache schon näher – als Insektenschutz eingesetzt.

Kokosöl enthält einen hohen Anteil an Laurinsäure, deren Geruch auf Zecken und andere Parasiten eine abstoßende Wirkung hat.

Woher bekomme ich Kokosöl?

Kokosöl kannst du online bestellen. Ich habe dir nachfolgend zwei Beispiele herausgesucht.

[Affiliate-Link] [Affiliate-Link]

Du kannst das Pflanzenfett aber mittlerweile auch in fast jedem Supermarkt oder in der Drogerie deines Vertrauens bekommen.

Kokosöl im Langzeittest

Jahrelang habe auch ich zur Vorbeugung gegen Zecken die Spot-On-Präparate vom Tierarzt verwendet. Ich hatte immer ein ungutes Gefühl dabei, wusste aber keine Alternative dazu. Doch eines Tages war ich gezwungen, mir etwas anderes zu überlegen. Rica zeigte plötzlich allergische Reaktionen auf das Anti-Zecken-Präparat. Da sie ohnehin an einer Erkrankung des Blutes litt, nahm ich diese Reaktion ihres Körpers sehr ernst und verwendete das Präparat nicht mehr.

Eine ganze Zeit lang gab es bei uns keinen Zeckenschutz. Ich suchte die Hunde immer ab, und wenn sich eine Zecke auf einem meiner Hunde eingenistet hat, habe ich sie entfernt. So haben wir gut ein Jahr verbracht.

Schließlich erfuhr ich durch Gespräche mit anderen Hundehaltern von Kokosöl und dessen hervorragender Wirkung beim Schutz gegen Zecken. Das wollte ich auch ausprobieren. Es war ja kein Risiko dabei. So kaufte ich im Dezember 2015 mein erstes Töpfchen Kokosöl, um einen Langzeitschutz aufzubauen.

Seit diesem Zeitpunkt bekommen Rica und Bobby täglich eine Messerspitze Kokosöl ins Futter. Das Ergebnis im letzten Jahr:
Rica hatte insgesamt vier Zecken. Bobby hatte keine einzige. Einen 100%igen Schutz gibt es sicher nicht, aber den garantiert nicht mal ein Spot-On-Produkt. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Es gibt im Netz viele Artikel zu Kokosöl und seiner Wirkung. In den meisten Beiträgen steht geschrieben, dass man zum Zeckenschutz den Hund mit dem Öl einreiben soll. Das habe ich nicht getan. Vor allem Bobby ist sehr empfindlich, wenn etwas in seinem Fell ist, was da nicht hingehört. Da Kokosöl für Hunde äußerst schmackhaft sein muss, würden meine beiden sich wahrscheinlich alles gegenseitig wieder ablecken. Die Wirkung bei der inneren Anwendung ist durchaus in Ordnung, wie sich bei uns gezeigt hat.

Unsere Hunde haben beide sehr schönes Fell. Ich würde jetzt nicht beschwören, dass allein das Kokosöl dafür verantwortlich ist, aber es leistet sicher einen großen Anteil daran. Ich achte jedoch auch insgesamt auf eine gesunde Ernährung.

Schlusswort

Kokosöl darf in unserem Haushalt nicht mehr fehlen. Es leistet einen wirksamer Schutz vor Zeckenbefall. Auch von anderen Parasiten wie Flöhen oder Würmern sind wir verschont geblieben.
Ein toller Nebeneffekt ist auch, dass die Hunde es lieben. So ist es zu einem Ritual geworden, dass ich morgens den Rest des Kokosöls vom Messer abstreife und Bobby es dann von meinem Finger ableckt.

Setzt du auch Kokosöl zur Zeckenabwehr ein? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Verrate es mir gern in einem Kommentar.

Nachfolgend kannst du einen Kommentar hinterlassen 21 Kommentare