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So lernt dein Hund zu balancieren

Beim Gassigehen den Hund einfach nur neben sich herlaufen zu lassen, kann auf Dauer sowohl für den Vierbeiner als auch für den Menschen langweilig werden. Wie du deinen Spaziergang abwechslungsreich gestalten kannst, habe ich in diesem Artikel bereits vor längerer Zeit geschrieben.

Eine tolle Möglichkeit, den Hund draußen zu beschäftigen, ist ihn über einen Baumstamm oder auf einer (niedrigen) Mauer balancieren zu lassen. In diesem Artikel erfährst du, wie du es deinem Hund beibringen kannst.

Hund, BalancierenRica, unsere Zirkuskünstlerin

Rica ist ein kleines Energiebündel. Springen und Klettern bereitet ihr besonders viel Freude. So hat es sich irgendwie ergeben, dass wir Rica immer wieder Dinge beigebracht haben, die kein Hund können muss, die aber sowohl ihr als auch uns riesigen Spaß machen. Dazu gehört auch das Balancieren.

Balancieren – so lernt es auch dein Hund

Die meisten Hunde sind von Natur aus neugierig. Insbesondere, wenn dein Hund noch jung ist, wird er von sich aus Interesse an den Gegenstanden zeigen, an die du ihn heranführst. Vielleicht kommt er sogar von selbst drauf, dass er auf einen Baumstamm springen kann. Tut er dies, wird er kräftig gelobt. Auch ein Leckerchen kannst du ihm geben. Halte es am besten so, dass der Hund einen kleinen Schritt machen muss, um es zu bekommen. Der Grundstein fürs Balancieren ist gelegt. Jetzt arbeitet ihr euch Schritt für Schritt über den Baumstamm.

Nimm deinen Hund für die ersten Übungsschritte am besten an die Leine. Diese gibt ihm Sicherheit, wenn er noch nicht so gut die Balance halten kann und noch nicht verstanden hat, worum es bei der Übung geht.

Balancieren – Aufbau durch Shaping

Nun gibt es aber auch die misstrauischen und etwas unsicheren Hunde oder diejenigen, die einfach etwas länger brauchen, um zu lernen. Für diese Hunde (und für alle anderen natrülich auch) eignet sich die Methode des Shapings sehr gut. Shaping bedeutet „Formen“ und das Besondere ist, dass der Hund sich das Trainingsziel selbst erarbeiten muss.

Du möchtest, dass der Hund balancieren lernt. Dein Hund ist bei dir und vor euch liegt ein Baumstamm. Deine Aufgabe besteht nun darin, jede kleinste Aktion deines Hundes in Richtung Baumstamm zu belohnen. Hilfreich ist es hierbei, wenn dein Hund an den Clicker oder ein Markersignal gewöhnt ist, da du schnell und präzise belohnen musst.

Folgende Schritte führen zum Ziel und werden belohnt:

Der Hund

  • sieht den Baumstamm an.
  • geht auf den Baumstamm zu.
  • schnüffelt am Baumstamm
  • setzt eine Pfote auf den Baumstamm
  • setzt beide Vorderpfoten auf den Baumstamm
  • springt auf den Baumstamm
  • geht einen Schritt vorwärts
  • geht zwei Schritte vorwärts

Balancekissen – die Indoor-Alternative

Du und dein Hund, ihr habt inzwischen gefallen am Balancieren gefunden und könnt es gar nicht mehr lassen? Doch was ist bei Regenwetter oder Temperaturen, wie wir sie momentan haben?

Einen ähnlichen Effekt, wenn auch nicht ansatzweise mit einem Baumstamm vergleichbar, kannst du mit einem Balancekissen* erzielen. Auch hier muss der Hund das Gleichgewicht halten.

Ein Balancekissen ist kein spezielles Hundezubehör, sondern eigentlich für den Menschen entwickelt, um darauf zu sitzen oder es zur Gymnastik einzusetzen.

Hunde können, wie auf ein Bodentarget, ihre Pfoten daraufstellen. Dabei kann man im Training variieren, indem man etwa nur die Vorder- die Hinterpfoten oder alle Viere gleichzeitig abfragt. Für den Hund bedeutet das Training mit dem Balancekissen Konzentration. Bei Rica konnte ich des öfteren feststellen, dass sie nach ein paar Übungseinheiten mit dem wackeligen Untersatz deutlich ruhiger wurde.

Schlusswort

Balancieren, ob draußen oder drinnen ist eine tolle Beschäftigung für Jederhund.  Es stärkt die Beziehung, da hier Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund gefragt ist. Meine beiden Hunde zum Beispiel haben großen Spaß daran.

Wenn du das Balancieren mit deinem Hund noch nie geübt hast, probiere es doch einfach mal aus oder fange mit einem Balancekissen an.

Mag dein Hund auch gern Blancieren? Oder ist diese Art der Beschäftigung nicht so euer Ding? Verrate es mir gern in einem Kommentar.


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