Wie du trotz hoher Tierarztkosten die Ruhe behältst

Im Herbst 2014 brach unsere Hündin Rica von einem Tag auf den anderen zusammen. Nichts deutete im Vorfeld darauf hin, dass in ihr eine schwere Krankheit schlummerte. Rica wurde drei Tage in der Tierklinik stationär behandelt. Nach dem Aufenthalt dort musste Ricas Gesundheitszustand über einen längeren Zeitraum von unserer Haustierärztin überwacht werden. Die Kosten für die gesamte Behandlung gingen weit in den vierstelligen Bereich.

Genau wie wir Menschen wird auch jedes Tier im Lauf seines Lebens immer wieder einmal krank und muss medizinisch behandelt werden. Doch für die Kosten kommt nicht wie bei uns eine Krankenkasse auf. Die Leistungen des Tierarztes müssen vom Tierhalter bezahlt werden.

Eine schwere Erkrankung des geliebten Vierbeiners ist in erster Linie eine hohe emotionale Belastung. Glücklich kann sich derjenige schätzen, für den der finanzielle Aspekt in dieser Angelegenheit erst einmal nebensächlich ist. In meinem heutigen Blogartikel erfährst du, wie du genau das erreichen kannst und dir wegen der Tierarztkosten erst einmal keine Sorgen machen musst.

Tierarztkosten

Ein Hund kostet Geld 

Ein Hund sollte nicht unüberlegt angeschafft werden. Das versteht sich normalerweise von selbst. Zu diesem Thema habe ich in der Vergangenheit jedoch auch schon einen Blogartikel geschrieben.
In deine Entscheidung, ob ein Hund wirklich in dein Leben passt, solltest du von vornherein den Kostenfaktor mit einbeziehen. Bist du dauerhaft in der Lage, die laufenden und einmaligen kosten, die ein Hund verursacht, zu tragen? Kosten für Tierarztbesuche gehören dazu.

Für den Ernstfall vorsorgen

Du hast dich nun dafür entschieden, dass du die nächsten Jahre mit einem Hund verbringen möchtest. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, mit der Vorsorge für später anfallende Tierarztbesuche zu beginnen.
Rechne deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben durch. Überlege dir, welchen Betrag du nun Monat für Monat allein für Tierarztkosten zurücklegen kannst und möchtest. Ich empfehle dir, dafür ein extra Sparkonto anzulegen und der Bank sofort einen Dauerauftrag zu erteilen. So kannst du keine Einzahlung vergessen, und dein finanzielles Polster wächst nach und nach. Greife auf dieses Konto aber niemals für andere Dinge zurück, auch wenn die Versuchung manchmal noch so verlockend sein mag.

Die Lösung mit dem Sparkonto hat sich für uns als sehr praktisch erwiesen. Wir legen monatlich 30€ zurück. Nach dem Prinzip Kleinvieh macht auch Mist, hat sich dort inzwischen schon einiges angesammelt. So können wir erst einmal ganz entspannt bleiben, falls einer unserer Hunde doch einmal schwerer erkranken sollte.

Lohnt sich eine Tierkrankenversicherung?

Es gibt einige Tierkrankenversicherungen am Markt. Ich habe für diesen Artikel einen kleinen Vergleich durchgeführt. Mich konnten die Ergebnisse allerdings nicht überzeugen.
Angegeben habe ich die Daten von Rica. Sie ist sieben Jahre alt, unter 40 cm groß, ein Mischling und wiegt ca. 7 kg. Das günstigste Angebot lag bei 27€ im Monat. Dafür hätte ich jedoch einen Selbstbehalt in Höhe von 40€ für jede Tierarztrechnung. Für eine Versicherung, die annähernd meinen Vorstellungen entsprochen hätte, läge der Beitrag bei rund 50€ monatlich. Bei genauerer Betrachtung fand ich jedoch heraus, dass es z. B. Verträge ohne Selbstbehalt für ältere Hunde gar nicht gibt.

Die Frage, ob sich eine Krankenversicherung für deinen Hund lohnt, lässt sich somit nicht pauschal beantworten. Ich finde die Kosten deutlich zu hoch für das, was im Gegenzug geboten wird. Zudem ist nicht garantiert, dass auch alle medizinischen Leistungen im Versicherungsumfang enthalten sind. Wenn du also mit dem Gedanken spielst, eine Krankenversicherung für deinen Hund abzuschließen, dann lies dir unbedingt das Kleingedruckte genauestens durch.

Schlusswort

Wir Menschen sind ja manchmal Meister im Verdrängen. Natürlich kann man durchs Leben gehen und denken: „Es wird schon nichts passieren mit meinem Hund. Und wenn schon, kann ich mir später immer noch Gedanken machen…“ Doch stell dir vor, dein geliebter Hund erkrankt und bedarf einer umfangreichen tiermedizinischen Behandlung. Doch die Kosten dafür kannst du nicht aufbringen. Ich wünsche dir, dass du niemals in so eine Situation kommst.
Es gibt zwar Tierärzte, die mit sich verhandeln lassen oder Ratenzahlung anbieten. Dazu ist jedoch niemand verpflichtet. Vorsorge ist immer besser, in welcher Form auch immer. Dafür ist es übrigens auch nie zu spät. Solltest du vielleicht durch diesen Artikel nachdenklich geworden sein? Du kannst jederzeit damit beginnen, ein finanzielles Polster anzusparen.

Nun bist du dran. Hast du für den Fall einer schweren Erkrankung deines Hundes finanziell vorgesorgt? Hast du eine Krankenversicherung für deinen Hund abgeschlossen? Verrate es mir gern in einem Kommentar.

 

3 Kommentare

  1. Hallo ihr Lieben,
    ich hatte im Frühjahr leider auch eine hohe Tierarztrechnung…
    Ich habe für meine Hunde auch ein Konto, auf dem ich spare, zusätzlich habe ich noch eine OP Versicherung, keine Krankenversicherung. Ich muss sagen, diese Kombi hat sich im Frühjahr bezahlt gemacht, wenn es auch am Ausgang der Geschichte leider nicht viel ändern/helfen konnte 🙁
    Ich finde, wer sich einen Hund anschafft, muss im Vorfeld wissen, dass zum Teil hohe Kosten entstehen können. Sparen sollte man definitiv, ob mit zusätzlichen Versicherungen oder nicht. Da kommt man, wenn man vernünftig ist, nicht drumherum.

    Liebe Grüße,
    Nicole mit Oskar & Mira

    • Liebe Nicole,
      da gebe ich dir absolut recht. Vorsorge muss sein, und das sollte jeder, der einen Hund halten möchte von vorn herein in seine Überlegungen mit einbeziehen.
      Dass man auch „nur“ eine OP-Versicherung abschließen kann, wusste ich noch gar nicht. Vielleicht wäre das eine Überlegung wert. Meine beiden sind ja auch nicht mehr die Jüngsten. 🙂
      LG Bettina mit Rica und Bobby

  2. Hallo,
    gut geschrieben! Wir haben eine Tierarztkrankenversicherung und sind sehr, sehr froh darüber. Denn leider müssen wir öfter als wir es gerne hätten zum Doc… da lohnt es sich dann schon ! 🙂

    Vg

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